CAS-Nummer: 79-06-1
Gefahrstoff: Ja (GEFAHR)
Gewerbepflichtig: Ja
Das Sicherheitsdatenblatt steht auf Anfrage zur Verfügung. Bitte kontaktieren Sie uns vor dem Kauf.
EVE Download:
ChemVO Formular
P305+P351+P338
BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.
P405
Unter Verschluss aufbewahren.
P501
Inhalt/Behälter der Entsorgung gemäß lokalen/regionalen/nationalen/internationalen Vorschriften zuführen.
P280
Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.
P201
Vor Gebrauch besondere Anweisungen einholen.
P302+P352
BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser/… waschen.
H315
Verursacht Hautreizungen.
H319
Verursacht schwere Augenreizung.
H350
Kann Krebs erzeugen.
H317
Kann allergische Hautreaktionen verursachen.
H301
Giftig bei Verschlucken.
H372
Schädigt die Organe bei längerer oder wiederholter Exposition.
H312+H332
Gesundheitsschädlich bei Hautkontakt oder Einatmen.
H361f
Kann vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.
H340
Kann genetische Defekte verursachen.

Acrylamid 4K-Lösung 40 % – Acrylamid/Bisacrylamid 37,5 : 1 für PAGE und Elektrophorese
Acrylamid 4K-Lösung 40 % ist eine gebrauchsfertige wässrige Stammlösung aus Acrylamid und N,N'-Methylenbisacrylamid im Mischungsverhältnis 37,5 : 1. Die Lösung wird zur Herstellung von Polyacrylamidgelen eingesetzt und eignet sich insbesondere für elektrophoretische Trennverfahren von Proteinen und Nukleinsäuren.
Durch die bereits definierte Mischung aus Acrylamid und Bisacrylamid entfällt das Einwiegen der pulverförmigen Ausgangsstoffe. Die 40%ige Stammlösung ermöglicht eine reproduzierbare Herstellung von Polyacrylamidgelen mit definiertem Vernetzungsgrad und eignet sich für Forschung, Biochemie und Molekularbiologie.
Produkteigenschaften
- Bezeichnung: Acrylamid 4K-Lösung 40 %
- Produktart: Acrylamid/Bisacrylamid-Stammlösung
- Gesamtkonzentration: 40 %
- Mischungsverhältnis Acrylamid : Bisacrylamid: 37,5 : 1
- Acrylamid: 389,6 g/L
- Bisacrylamid: 10,4 g/L
- Matrix: Wasser
- Hauptbestandteil: Acrylamid
- Chemische Bezeichnung: Prop-2-enamid
- Summenformel Acrylamid: C₃H₅NO
- CAS-Nummer Acrylamid: 79-06-1
- EG-Nummer Acrylamid: 201-173-7
- Molare Masse Acrylamid: 71,08 g/mol
- Vernetzer: N,N'-Methylenbisacrylamid
- CAS-Nummer Bisacrylamid: 110-26-9
- Aussehen: Klare, farblose Flüssigkeit
- Acrylsäure: max. 0,001 %
- Qualität: Elektrophorese-Reagenz
- Anwendung: Herstellung von Polyacrylamidgelen
Qualitätsmerkmale
- Definierte Gesamtkonzentration von 40 %
- Festes Mischungsverhältnis von 37,5 : 1
- 389,6 g/L Acrylamid
- 10,4 g/L Bisacrylamid
- Niedriger Acrylsäuregehalt
- Gebrauchsfertige wässrige Stammlösung
- Reproduzierbare Gelzusammensetzung
- Kein Einwiegen von pulverförmigem Acrylamid erforderlich
- Geeignet für PAGE-Verfahren
- Einsetzbar in Biochemie und Molekularbiologie
Typische Anwendungsgebiete
Acrylamid 4K-Lösung 40 % wird insbesondere eingesetzt für:
- Polyacrylamid-Gelelektrophorese
- PAGE
- SDS-PAGE
- Native PAGE
- Proteintrennung
- Nukleinsäuretrennung
- Herstellung von Polyacrylamidgelen
- Biochemische Forschung
- Molekularbiologische Untersuchungen
- Analytische Elektrophoreseverfahren
- Forschung und Entwicklung
Anwendungshinweise
- Die 40%ige Stammlösung wird entsprechend der gewünschten Gelkonzentration mit den weiteren Bestandteilen des jeweiligen Elektrophorese-Systems verdünnt und anschließend polymerisiert.
- Das Mischungsverhältnis Acrylamid zu Bisacrylamid von 37,5 : 1 ergibt einen definierten Vernetzungsgrad und eignet sich für zahlreiche Protein- und Nukleinsäureanwendungen.
- Nicht polymerisiertes Acrylamid ist toxisch und CMR-relevant. Hautkontakt mit der unpolymerisierten Lösung ist konsequent zu vermeiden.
Sicherheitshinweise
- Acrylamid 4K-Lösung 40 % ist ein giftiges und chronisch gesundheitsgefährdendes Gemisch. Acrylamid ist mutagen und krebserzeugend und kann bei längerer oder wiederholter Exposition Organe schädigen.
- Signalwort: Gefahr
Gefahrenhinweise:
- H301 – Giftig bei Verschlucken.
- H312 + H332 – Gesundheitsschädlich bei Hautkontakt oder Einatmen.
- H315 – Verursacht Hautreizungen.
- H317 – Kann allergische Hautreaktionen verursachen.
- H319 – Verursacht schwere Augenreizung.
- H340 – Kann genetische Defekte verursachen.
- H350 – Kann Krebs erzeugen.
- H361f – Kann vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.
- H372 – Schädigt die Organe bei längerer oder wiederholter Exposition.
P-Sätze – Auszug:
- P201 – Vor Gebrauch besondere Anweisungen einholen.
- P280 – Schutzhandschuhe, Schutzkleidung und Augen-/Gesichtsschutz tragen.
- P301 + P310 – Bei Verschlucken: Sofort Giftinformationszentrum oder Arzt anrufen.
- P302 + P352 – Bei Berührung mit der Haut: Mit viel Wasser waschen.
- P305 + P351 + P338 – Bei Kontakt mit den Augen: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.
- P405 – Unter Verschluss aufbewahren.
- P501 – Inhalt und Behälter entsprechend den geltenden Vorschriften entsorgen.
Rechtliche Lage beim Verkauf
- CLP: H301, H312+H332, H315, H317, H319, H340, H350, H361f, H372
- ChemVerbotsV: Abgabe beschränkt; Anforderungen der ChemVerbotsV sind zu beachten
- Gewerbepflicht: Ja
- Abgabe an Privatpersonen: Nein
- NpSG: Fällt nicht unter das NpSG
- BtMG: Nicht erfasst
- ADR: Gefahrgut, Klasse 6.1
Transport nach ADR/RID
- Transport: Gefahrgut
- UN-Nummer: UN 3426
- Offizielle Benennung: ACRYLAMID, LÖSUNG
- Gefahrgutklasse: 6.1
- Verpackungsgruppe: III
- Gefahrzettel: 6.1
- Tunnelbeschränkungscode: E
Hinweise zu Lagerung und Handhabung
- Behälter dicht verschlossen halten.
- Unter Verschluss und nur für befugte Personen zugänglich lagern.
- Vor unnötiger Wärme- und Lichteinwirkung schützen.
- Von starken Oxidationsmitteln und unverträglichen Chemikalien getrennt lagern.
- Nur in gut belüfteten Bereichen beziehungsweise im Laborabzug verwenden.
- Hautkontakt unbedingt vermeiden.
- Geeignete Chemikalienschutzhandschuhe, Schutzkleidung und Schutzbrille tragen.
- Aerosol- und Spritzerbildung vermeiden.
- Kontaminierte Kleidung sofort wechseln.
- Arbeitsflächen nach der Verwendung gründlich reinigen.
- Nicht polymerisierte Produktreste als gefährlichen chemischen Abfall entsorgen.