*Produktbild kann vom Original abweichen
Sicherheitsdatenblatt:
Carrez_Lösung_I_SDB
P280
Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.
P305+P351+P338
BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.
P337+P313
Bei anhaltender Augenreizung: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.
H412
Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.
H318
Verursacht schwere Augenschäden.

Carrez Lösung I – Reagenz zur Probenklärung in der Lebensmittel- und Laboranalytik
Carrez Lösung I ist eine gebrauchsfertige Reagenzlösung zur Klärung und Aufbereitung von Proben für analytische Untersuchungen. Sie wird insbesondere in der Lebensmittelanalytik eingesetzt, um störende Bestandteile wie Proteine und kolloidale Substanzen aus Probenlösungen zu entfernen und dadurch eine klare Lösung für die anschließende Analyse zu erhalten.
Carrez Lösung I wird üblicherweise zusammen mit Carrez Lösung II verwendet. Durch die aufeinanderfolgende Zugabe beider Lösungen entsteht ein Niederschlag, der störende Matrixbestandteile bindet beziehungsweise mit ausfällt. Nach Filtration oder Zentrifugation steht ein geklärter Überstand für die weitere quantitative oder qualitative Bestimmung zur Verfügung.
Produkteigenschaften
- Bezeichnung: Carrez Lösung I
- Chemische Bezeichnung: Kaliumhexacyanoferrat(II)-Lösung
- Synonyme: Carrez-I-Lösung, Carrez Reagenz I, Kaliumferrocyanid-Lösung
- Hauptbestandteil: Kaliumhexacyanoferrat(II)-Trihydrat
- Summenformel des Hauptbestandteils: K₄[Fe(CN)₆] · 3 H₂O
- CAS-Nummer: 14459-95-1
- EG-Nummer: 237-722-2
- Molare Masse: 422,39 g/mol
- Qualität: Reagenzlösung für die Analytik
- Aussehen: Klare, gelbliche Flüssigkeit
- Lösungsmittel: Wasser
- Anwendung: Probenklärung und Abtrennung störender Matrixbestandteile
Anwendungen
Carrez Lösung I wird vor allem zur Probenvorbereitung in der Lebensmittel- und Getränkeanalytik eingesetzt. Gemeinsam mit Carrez Lösung II ermöglicht sie die Fällung beziehungsweise Abtrennung störender Bestandteile vor der eigentlichen analytischen Bestimmung.
Typische Einsatzbereiche sind:
- Lebensmittelanalytik
- Getränkeanalytik
- Zucker- und Kohlenhydratanalytik
- Probenklärung vor photometrischen oder chromatographischen Verfahren
- Abtrennung von Proteinen und kolloidalen Bestandteilen
- Qualitätskontrolle
- Routineanalytik
- Forschung und Ausbildung
Carrez Lösung I wird dabei zunächst der Probe zugesetzt und anschließend durch Carrez Lösung II ergänzt. Die genaue Dosierung und Vorgehensweise richtet sich nach der jeweiligen Analysenmethode.
Qualität & Verpackung
Die gebrauchsfertige Carrez Lösung I erleichtert standardisierte Arbeitsabläufe bei der Probenvorbereitung und erspart das separate Einwiegen und Ansetzen des Reagenzes.
Für reproduzierbare Analysenergebnisse sollte die Lösung entsprechend der jeweiligen Prüfmethode dosiert und zusammen mit der dazugehörigen Carrez Lösung II eingesetzt werden.
Gut verschlossen und vor Verunreinigungen geschützt lagern. Die konkreten Lagerbedingungen und Haltbarkeitsangaben des Herstellers sind zu beachten.
Rechtliche Lage beim Verkauf
CLP: Die konkrete CLP-Einstufung richtet sich nach Konzentration und Zusammensetzung der gebrauchsfertigen Carrez Lösung I. Maßgeblich ist das produktspezifische Sicherheitsdatenblatt.
REACH: Die einschlägigen Anforderungen der REACH-Verordnung sind zu beachten.
ChemVerbotsV: Für eine übliche Carrez Lösung I besteht grundsätzlich keine allgemeine Beschränkung auf gewerbliche Abnehmer. Maßgeblich bleibt die tatsächliche Einstufung des Handelsprodukts.
NpSG: Carrez Lösung I beziehungsweise Kaliumhexacyanoferrat(II) fällt nicht unter das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG).
ADR: Die transportrechtliche Einstufung richtet sich nach der konkreten Zusammensetzung der angebotenen Reagenzlösung. Die Angaben im produktspezifischen Sicherheitsdatenblatt sind maßgeblich.
Sicherheit & Lagerung
Carrez Lösung I sollte entsprechend den üblichen Schutzmaßnahmen für Laborchemikalien gehandhabt werden.
Wichtig: Nicht mit starken Säuren beziehungsweise stark sauren Medien zusammenbringen. Hexacyanoferrat-Verbindungen können unter ungeeigneten stark sauren Bedingungen problematische Zersetzungsprodukte bilden.
Behälter gut verschlossen aufbewahren und vor Hitze sowie ungeeigneten Reaktionspartnern schützen.